gemafreie musik, gema-freie sounds, akm-freie musik, akmfreie musik, suisa-freie musik, suisafreie musik, lizenzfreie musik, royalty free music, musik produktion, gema free music, music on hold, telefonwartemusik, direktdownload

mal was anderes

Hier findest Du Geschichten die ich, was der TEC ist in den Bergen unserer schönen Sächsischen Schweiz erlebt habe:

1992 (01.08.1992) – Oscar Schuster unter Beschuss (Falkenstein im Ausnahmezustand)


Meine Eltern besitzen ein Ferienhaus in der sächsischen Schweiz (Waltersdorf). Ferienhaus Schammsteinblick

Eines Tages kam eine Familie zu Besuch (Vater, Mutter und Sohn).

Der Vater der Gästefamilie meinte, dass er in jungen Jahren viel klettern war. Mit geschwollener Brust sagte er, er habe auch seine Kletterausrüstung mit. So fragte er, ob ich mit ihm und seinem Sohn Klettertouren machen könnte, Am liebsten möchte er auf den Falkenstein.

Da kam ich ins krübeln, und dachte mir, naja gut, erst mal gehen wir zu meine Hausberg dem Gamrig und testen mal die Lage.

Am Gamrig angekommen packte der Herr seine moderne Kletterausrüstung aus, Hanfseil,
Stahlkarabiner div. geflochtene Sicherungsschlingen kamen zum Vorschein. Naja mir solls wurscht sein, ich steige mit meinem Seil vor. Gesichert wurde ich im klassischer Kreutzstich.

Es war eine schöner Abend blauer Himmel, warm und wir stiegen die Rippenvariante am Waltersdorfer Horn. Dem Jungen (ca. 9 Jahre alt) viel das Ganze nicht schwer, abseilen usw. hatte geklappt.

Der Abend nahm seinen Lauf, Heidebrüderturm wurde auch noch erobert und so ging der Tag zu ende.

Am nächsten Morgen ging es auf zu Falkenstein, es war ein wenig schwül. Wir führen den Zahngrund rauf, liefen durch den Morgentau bis sich der riesige Falkenstein präsentierte. Am Einstieg des Schusterweges gleiches Spiel, ich nehme mein Seil zum vorstiege und der Herr seine in die Jahre gekommen Utensilien.

Erste Etappe bis zur Porzelankante ging so weit in Ordnung. Doch der kleine Junge welcher unbedingt mit rauf sollte (war nicht meine Idee) bekam offensichtlich langsam Probleme mit der Höhe.

Die 2te Etappe bis zum ersten Ring dauerte bei den beiden Nachsteigern ewig. Da wir auf der Nordseite waren, konnten wir nicht ahnen, dass von Süden sich ein Unwetter zwischen Falkenstein und hohen Torsten presste. Als ich an der Kupferplakette des Hr. Schuster ankam und ich an die Nase fasste vielen die ersten Regentropfen.

Wie geil ist das denn, dachte ich mir, in ca. 40m Höhe beginnt es zu regnen, die beiden Nachsteiger sind zeitlich gesehen noch weiter von mir entfernt. Wenn das so weiter geht, schaffen wir einen geordneten Rückzug nicht.

Ich stellte mich schon mal nasse Klamotten ein und lies die Dinge und das Wasser laufen

Und genau so kam es. Trotz meiner Beschleunigungsargumente, ging es sehr schleppend voran. Das Wandstück, welches nur kriechend zu bezwingen ist, schaffte wo möglich Platzangst. Den Nachsteigern wurde schlussendlich nasser Reibungsfels mit in 40 m Luft unterm Arsch inkl. Liveakustik-Donnergeräusche von oben geboten.

Die Regentropfen hatten sich bereits in einen Regenschauer umgewandelt, so begannen es langsam immer gemütlicher zu werden. Der Wind peitschte den Regen in unser Versteck und das T-Shirt war in kürze nass. Unsere Regenjacken warteten derweile regengeschützt in unseren Rucksäcken.

 Wir verschanzten uns in der kleinen „Höhle“ welche sich hinter der großen Kupferplakette an Beginn des unteren Reitgrates befand. Wir waren im trocken und warten auf die Dinge die noch kommen.

Wir legten Knotenschlingen und hängen eine Bandschlinge über eine Zacke, Sicherheit geht nat. vor, dachten wir.

Besser wäre wo möglich gewesen wir hätten unser Material, vor allem die Karabiner weit weggelegt.

So kam es das Regengeräusch durch Donner gewaltig übertönt wurde. Dieser Donner und das damit nahende Gewitter verfing sich zwischen den beiden Hohen Bergen Falkenstein und Hoher Torstein. Es pendelte ewig (ca. 3h) hin und her. Die Rinnen im Felsen entwickeln sich langsam zu flutrinnen, die Reginawand war völlig überschwemmt. Es dauerte nicht lang und da kam das Wasser von oben in erstaunlicher Menge. T-Shirt nass, Hose nass, schuhe nass, alles nass. Bald gewöhnt man sich daran, und akzeptiert es einfach. Es gibt ja schlimmeres. Oh ja das gibt es und kommt noch.

Nach ca. 1 h Dauerregen, steigerte sich die Veranstaltung und der Donnerregen mit einer Lichtshow verstärkt. Erste Blitzte zuckten zu Boden. Der Herr meinte, keine Sorge, dass ist ungefährlich für uns, wir befinden uns in einem faradischen käfig, wie in einem Auto.  Dort fließt die Ladung außen entlang.

Die Armdicken Blitze eroberten langsam den Berg und fanden Gefallen daran, Sicherungsringe anzuspringen. Mit voller Wucht prallten Sie auf die Ringe der umliegenden Kletterrouten, wo sie ein Stern zerplatzen und in allen Richtungen zuckten. Nun machte ich mir langsam ernsthafte Sorgen.

Es dauerte nicht lang, da waren die Ringe auf der Reibung der Reginawand dran. Dieser Ringe ist ca. 15 m von uns entfernt. Mit einem mal prallt der Blitz auf einen Ring in unserer Höhe, ein kleiner paar mm starker Blitz an uns vorbei Richtung Kupferplakette und verschwand spurlos in der Fels Wand. Er hinterließ einen enormen Gestank, ich glaub das nennt man ionisierte Luft. Im Felsen war nichts zu sehen, einfach nichts. Der Felsen war auch kalt, nichts. Nun Machte ich mir langsam echte Sorgen. Wir kommen wir hier weg. NO WAY.

Wir können hier nicht weg, es sei denn wir wollen Blitzableiter spielen mit entspr. Konsequenzen. Im Oberen Reitgrat, hörte man Schreie, wir riefen, alles klar bei euch. Sie antworteten, nichts schlimmes passiert, uns hat nur der Blitz getroffen. Ober alle sind wohl auf.

Meine Stimmung ging immer mehr in den Keller und der Höhepunkt der Veranstaltung war noch nicht erreicht.

Das Unwetter verzog sich zum Hohen Torstein, wir hofften jedes Mal, dass endlich diese Scheiße vorbei ist. Ich hätte brechen können, dass ich mich das diese Tour eingelassen habe.

Das Gewitter kam mehrmals zurück. Ich schätze 2 - 3h ging das hin und her, immer im 20 min Takt. Das Donnerwetter brach mit einer Laufstärke auf uns ein, dass uns hören und sehen verging.

Es kam noch „besser“, unsere Nerven waren zum zerreißen gespannt.

Mit einem mal gibt es einem Hieb, einen Gewitterschlag, wie der letzte Knall beim großen Feuerwerk.

Rums und es fuhr ein Blitz von oben evtl. über die Wasserader in unser offensichtlich sicheres Versteckt. Die Beiden Kletterkollegen wurden am Kopf getroffen, danach schlug der Blitz auf mich ein. Ich Stand mit den Rücken nach Norden zum Tal, wurde auf in Höhe der Karabiner auf der echten Hüftseite getroffen, und weiter gings durch den sensiblen den Körperteil Richtung Hr. Schuster´s Kopf.

Gleiches Geräusche, Gestank, geknistert. Was warn da jetzt? Ja genau, dass das schlagartige Ende der Veranstaltung ohne Zugabe.

Innerhalb von Minuten wurde aus dem Unwetter das schönste Sommerwetter. Die Wolken rissen auf, sonne zeigte sich in voller Größe, der Nebel stieg auf und die Vögel begann uns ein Lied zu singen und der Duft der Natur machte sich breit.

Das ist doch nicht zu fassen. So wie nun weiter. Die Reibung zurückklettern macht nicht viel Sinn. Zu mindest nicht für mich der, dann die Ehre hat zu letzt runter zusteigen. Also ist die Lösung abseilen.

Dazu diente dann die große wasserdurchtränkte Platte, mit einem schönen großen Loch.

Zu damaliger Zeit war meine finanzielle Situation nicht so der Hit,so dass mit jedes Material, was ich am Berg lasse nicht gefallen hat. Also entschieden wir entspr. dem Verursacherprinzip, dass der Herr sein modernes Material hier lassen muss. Ich spendet dann doch meine neuer 12er Seilschlinge, aber er musste einen Eisenkarabiner hergeben.

Abgeseilt wurde am Hanfseil, welches seinen Durchmesser enorm gesteigert hatte. Ich sicherte die beiden zusätzlich mit meinem Bealseil, was mittlerweile in Einzelteilen auf dem Spielplatz meiner Tochter rumhängt.

Ich hatte abschließend die Ehre ca. 10 m ohne Zusatzsicherung am Hanfseil abzuseilen, welches dabei die Gelegenheit hatte, sämtlichen Schutz der letzten 30 Jahre rauszupressen. Wie aus einem nassen Schwann quellte das Wasser und ich sah aus wie ein Schwein. Ich kam dann dennoch an einem sehr alten Ring an, dem Kletterweg nach zu urteilen, hatte der Ring schon sehr lang keinen Karabiner mehr gesehen hat. Wir legten das gute Bealseil ein und seilten in aller Ruhe den Sandboden entgegen. Mit jedem Meter ließ die Anspannung nach.

Am Boden angekommen, realisierten wir erst mal was hier abgegangen ist, der Anspannung lies nach und realisierte was da eben passiert ist. Die Natur bot uns ein fantastischer Stimmung. Kein Wind, lauwarme feuchte Luft mit einer Waldduftnote ala Sächsische Schweiz, als wenn nichts gewesen wär.

Was aus den anderen Kletterern geworden ist habe ich nie erfahren, ggf. können sich diese Kletterer daran erinnern, wenn Sie diesen Bericht lesen.

So sind wir alle mit dem Schrecken davongekommen. 

Wir zogen gegen 16 oder 17 Uhr mit unseren gewässerten Klamotten und Rucksäcken von dannen und

Genossen die Stimmung. Zu Hause angekommen, legte ich meine Kletterausrüstung auf die frisch vom Vater hergerichtete weise Terrasse und wusch mein Kletterseil, Das war dann sauber. Die Stimmung meiner Eltern stand reziprok zum Wetter.

Ich bin mir nicht mehr sicher, aber an diesem Abend vergriff ich mich den heiligen Reserven meines Vaters.

Mittlerweile besitze ich eine kleine Familie, Nr. 2 ist unterwegs. Damit wäre auch diese Frage das geklärt.

Diese Geschichte, welche zu 100% der Wahrheit ist, habe ich ziemlich genau 21 Jahre, nach dem das passierte aufs Papier gebracht.


Uwe Hentzschel - 2014



Das erste mal „Boofen nix gut“

 

Es war ein lauer sonniger Tag im goldenen Oktober Anfang der 90er, den die Dunkelheit bei Zeiten beendet.

Ich musste bis  in den Abend rasen mähen. Zum Sonnenuntergang hatte ich Feierabend, ich ließ alles stehen und liegen und dampfe mit meinem Simson S50 mit ETZ Federbeinen nach Waltersorf, um  meinen Rucksack zu packen. Ich begrüßte meine Eltern mit einem kurzen „Hallo“. Als Antwort kam die Frage, was heute wieder mal los ist: Ich geh boofen. Schnell 10 dinge eingepackt, 1. Kletterzeug, 2. Schlafschack, 3. das was noch reinpasst und viel zu viel Wasser, egal Feuer frei und ab aufs Moped in die Nacht.

 

Die Sonne war bereits abgedüst, so fuhr ich bei Dunkelheit ins Kirnitzschtal zum Parkplatz Neumannmühle. Das Licht an meinen tollen Fahrzeug mal heller, mal dunkler, je nach Motordrehzahl. Angekommen, war es dunkel, dunkler wird nicht mehr, finster, keiner da nur der Bach rauscht unaufhörlich.

 

Nach kurzem suchen, fand ich das Fahrzeug meiner Freunde, die bereits die Boofen bei Tageslicht erreicht hatten und ggf. noch eine schöne Tour im Zschand geklettert haben.

 

Am diesem Auto hing ein Zettel, offensichtlich die Wegbeschreibung, nur lesen konnte ich es nicht, ich hatte kein Licht dabei. Mit war das egal, da meine Motivation riesig war, sinngemäß ich finde die schon im Zschand in der Nacht, nu nu, schon klar - denke ich mir heute.

 

Das Ziel ist irgendwo am Goldstein, also Zeughaus und rechts weg, Berg hoch, rufen und dann da, dachte ich mir.

 

Ich schloss meine Karre an, huckte den schweren Rucksack auf, ab gings in die steile, finstere Schlucht Richtung Zeughaus.

Es war fast Vollmond, teilweise war es taghell, wenn die großen Wolken Platz machten, teilweise war es wieder dunkel. Mir war das egal, allein im finsteren Wald, was soll schon passieren. Mein Ziel ist das erste mal boofen, alles andere interessiert jetzt nicht.

 

Voller Euphorie trabte ich den Weg Richtung Zeughaus entlang, da merkte ich, dass ich nicht allein unterwegs bin. Vor mir war eine Person, ging sehr langsam, ungleichmäßig wie eine Betrunkener oder Verletzter und hatte einen großen alten Rucksack (Beere) auf dem Rücken.

Für mich war klar, das ist einer Gleichgesinnter. Ich näherte mich dem Unbekannten, klopfte ihm ohne Vorankündigung auf die Schultern und rief: „nu, gehste auch boofen?“

 

Offensichtlich hatte er mich bereits bemerkt, denn er war nicht sonderlich überrascht. Er begrüßte mich mit dobrý večer (das ist Tschechisch und bedeutet „guten Abend“) und noo, Boofen nix gut!

 

Heee, boofen nix gut, spinnst Du?? Dachte ich mir, aber egal, ich war froh jemanden zum quatschen zu haben, evtl weiss der wo ich hin muss. Böse Menschen kannte ich bis dahnin nicht in meinem Leben. Es war bereits 22:30 Uhr.

 

Ich fragte: Boofen nix gut, was soll das bedeuten, was meinst Du damit? Ich will doch jetzt Richtung Goldstein.

 

Der Mond zeigte sich ab und zu, die hohen Fichten warfen riesige Schatten, normalerweise perfekte Stimmung zu grußeln, aber ich war voller positiver Energie, hatte nur ein Ziel, egal was passiert.

 

Bei unserer gemeinsamen Wanderung fragte ich, wo er hin will und was er so spät im Zschand tut. (heute ist mir klar, was das für Einer war)

 

So begann er mir seine Geschichten zu erzählen.

 

 

Ich komme aus Hrensko, habe kleines Caffe „Oasia“ (das gab es wirklich) und Nebbenjob ist private Waldpolizei. Mache Kontrolle von Waldwege , wegen Ausländer/Flüchlinge von grünes Grenze.

 

Ah, dobsche, ich verstehe. Wirklich interessant, was es alles gibt.

 

Es war zu der Zeit, wo viele Flüchlinge mit Schleppern über die grüne Grenze gebracht wurden. Das habe ich dann 8h später kappiert.

Für den Moment klang es hoch interessant, davon hatte ich nie was gehör. Erzähle bitte mehr davon.

 

Nho, An Goldstein Du muss vorsichtig sein, mache kein Feuer in der Nacht, mich haben Ausländer aus Jugolawien überfallen und mit Messer Schlafsack aufgeschlitzt. Was dann passiert hat er nicht erzählt. Das habe ich am morgen dannach verstanden.

Ok, du gehst hier Nachts die Wege ab, Teichstein, Kanstein, Sommerwand usw. Alles klar, sehr mutig. An Goldstein ist Nachts alleine gefährlich.

 

Es folgenten noch viele andere motivierende Geschichten, aber das bremste mich nicht im Geringsten aus.

 

Wir kamen am Zeughaus an, da trennten sich unsere Wege. Er ging gerade aus, ich ging zum Goldstein.

Blos gut, endlich Ruhe, was warn das für ein Labersack.

Ich lief den Steig hinauf, hinter mir verschwanden die letzten Lichter von der Hütte am Zeughaus. Die Herbstluft war angenehm warm, es war windstill, kein Mensch unterwegs, nix und absolute Stille. Nicht mal ein Waldkauz machte Alarm.

 

Ich rückte meinem Ziel näher und erreichte vor dem Goldstein den Bereich, wo der Weg eben wird.

 

Mhh wasn nur nue, wo sind denn meine Kumpels. Keiner da, nichts zu hören. Doch, aber eh, wasn das. Links von mir hörte ich sehr viele schwere Schritte im Herbslaub, Holz knacken. Auf Grund der schwere der Schritte sind das niemals Tiere. Ich legte mich zu Boden, erinnerte mich an die Wort des Labersacks, vermutlich hat er recht. Ich bin bis heute überzeugt, dass das eine Truppe Menschen war.

 

Knack, raschel, es kam immer näher, schweisse wasn nu.

 

Den schweren Rucksack auf und Vollgas die Stufen runter rennen richtung Zeughaus. Ich rannte bis zu hälfte des Weges, da ist ein großer Sandsteinblock mit einer Platte davor. Ich kroch zu verschnaufen dahinter. Es ist verweunderlich, dass ich nicht gestürzt bin, die Stufen sind riesig und es ist steil.

 

Was war denn das? Naja, es ist eigentlich klar was das war. Hatte der Typ doch recht? Ne Truppe die über die grüne Grenze geschleust wird. Das hatte Anfang der 90er Hochkonjunktur bei uns.

 

Unabhängig vom erlebten, war mein Ziel immer noch unverändert. Ich will boofen gehen!

 

So entschied ich mich, noch einmal zu Goldstein aufzubrechen. Ich lief bis zur gleichen Stelle, es war finster, ich  hörte nix, die Geräusche waren weg und kein Zeichen von Wartenden. Plötzlich machten eine Wolke dem Mond Platz, ich stand wie in einm Theater im Bühnenlicht. Mhh, wie mache ich mich wohl bemerkbar, ahh ich habe im Rucksack noch Blitzknaller, ne das lassen wir mal. Offensichtlich sind mein Freunde schon lange zurück in die Boofe.

 

Ich entschied mich nun für einen geordneten Rückzeug, hab eh die halbe Nacht im Wald zugebracht. So schlappte ich Richtung Zeughaus um dann zur Neumannmühle vorzugehen.

 

Am Zeughaus anbgekommen, begegnette mir um Mitternacht zufällig der Freund aus CZ. Er stank nach Fisch und Alkohol.Er erzählte mir, dass er hinten in dem großen ehem Stasigebäude war und Rast gemacht hatte. Das stimmt 100%ig.

Nur, wo will er denn jetzt hin??

Ich erzählte ihm meine Erlebnissenund er sagte, nhoo ja ja ich haben gewarnt dich.In Nach viele Ausländer in Wald, Ja ja schon klar.

 

Ich wollte mich grsad verabschieden, weil ich die Nase voll hatte, da fragte er fmich, was ich jetzt vorhabe. Ich geh jetzt nach Hause, mir reichts.

 

No No, du musst nicht nach –hause geehen, ich kennen eine guten Platz, da können wir gemeinsam schlafen. Ich winkte zunächst ab, gab dann aber nach und folgte ihm.

 

Rechts neben dem Zeughaus ist ein Schuppen. Zu der Zeit lehnte eine Holztür am Schuppen, die Fenster waren durchgängig ohne Glasscheiben und im Innenbereich standen 2 Samtsofas, auf den jeweils ein Haufen Holzbrett lag.

 

Mein Freund aus CZ stellte deine Maclite mit der Linse aud den Boden, so hatte wir etwas indirektes Licht um unsere Betten zu machen.

 

 

Wir räumte die Bretter runter, breiteten unsere Schläafsäcke aus. Er lernte mit noch das auf CZ der Risch Rybi heisst usw. Es dauerte nicht lange, da war er im 7ten Himmel, was nicht zu überhören war.

 

Drausen im Wald war es wie auf der Autobahn, ein Geräusch nach dem andern huschte am Schuppe vorbei. Es war so viel Bewegung, kein Plan, ob das alles nur Tiere waren.

 

Auf einemal hörte ich ein Autogräusch. Den Sound kannte ich von der Tanke, wo ich arbeitet. Es war das typische rasseln eine VW T3, den hier nur der Bundesgrenzschutz fährt.

 

Ach du scheiße, jetzt bin ich am Arsch.Jetzt hielt der Bus auch noch vorm Zeughaus an. Schieb, Seitentüre auf, zu, 4 Personen marschierten an uns vorbei in das Zeughaus, vermutlich zu Kaffe trinken. Der Bewegunsmelder beleuchtet unser Gemacht und der Typ scharchte wir ein Bär. Mir ging der Arsch auf Grundeis. Nach 15 min der BGS wieder raus, stieg in den Bus und düste in die Nacht. Das spielte sich in de rNach mit 2 – 3 mal ab, aber uns hat keiner Entdeckt.Irgendwann kam ich dann auch zur Ruh und wachte vom zwitscher der Vögel auf. Mein Freund aus CZ war schon früh aufgestanden.

 

Ich wachte auf, sah ihn an, da traf mich der Blitz. Was is da sah war gruselig. Er lächelte mich an, sagts guten morgen, sein Fuss lag offen und blutig, unverbunden am Boden, keine Ahnung was da passierte, evtl das Ergebnis der Goldsteingeschichte? Das war der Grund warum er humpelte. Noch viel schlimmer bzw. Der Oberhammer war, da sitzt der Typ auf seinem Bett tiefenentspannt und putzt den Lauf von seinem schwarzen Revolver, das Magazin war zum Glück ausgeklappt.

 

Mir blieben die Worte weg, nicht zu fassen, was da grad erlebe. In windeseile packte ich meine 7 Sachen ein, und flüchtete förmlich aus der Hütte. Zurück in der Freiheit entschied ich mich wieder zum Goldstein zu gehen, um mir bei Tageslicht die Sache noch mal anzusehen. Ich ging direkt bis zur Aussicht, genoss den Sonneraufgang und kam endlich zub Ruhe. Nach 2 Stunden Schlaf trat ich den Rückzug an und fuhr mit meine klapprigen Karre ins Elternhaus. Dort angekommen, kommte ich schleht das erlebte verschweigen. Das Ergebnis kann sich jeder vorstellen, es endete mit Sanktionen. Noch heute höre ich die Worte „Boofen nix gut“ ´ Wenn ich zum klettern gehe und am Zeughaus vorbeikomme erinnere ich mit trotzdem gern an diese Geschichte.     Uwe Hentzschel 2016   



Die Insel ist rund und bunt

 

Im Frühjahr 2005 machte ich Urlaub in Südamerika/ in Brasilien mit Freunden.

Es war ein fantastischer Urlaub mit vielen Erlebnissen. Nachdem mich ein Alkoholiker versucht hat zu bekommen, aus der Disko geflogen und  in fremden Betten übernachtet haben entschied ich, eine Woche allein loszuziehen, um mal von den altbekannten Mustern, Gesprächsthemen mal Abstand zu nehmen. Nichts gegen mein Freunde, aber es tut sehr gut Neuland zu entdecken, mehrere Tage keinen Gesprächspartner zu haben den man vollquatschen kann, weil keiner einen versteht. Alles war egal, ich musste mir nur einen Satz merken, da dieser mein Rückfahrkarte war. Una billet para Florionopolis – was so viel bedeutet wie, eine Fahrkarte nach Florionopolis. Servecia war ebenso wichtig – Bier.

 

Ich fuhr mit dem Nachtbuss an den Atlantik, mit dem Ziel „Die Honiginsel“ zu besuchen und zu Fuß zu umrunden. Der Plan war, zu Fuß die Insel umrunden. Die Insel ist rund, wo man anfängt hört man auf. Ganz einfach, dachte ich mir. Es war Ostern und alle Menschen waren in Bewegung. Im Hafen von ??????? (Namer vergessen, aber auch egal)nahm ich mittags die Fähre und ab ging’s mit Paar Delphinen links und rechts raus aufs Meer. Nach einer Stunde kamen wir auf der Insel an, dort hatte ich eine Bude gemietet, jedoch war ich einen Tag zu früh da und musste mir für die folgende Nacht eine Birne machen. Frei übernachten in Brasilien. Mir viel sofort der Leuchtturm ins Auge, Leuchttürme strahlen eine gewisse Sicherheit aus.  Vorher noch Paar Servecia gezischt und einen Teller Schrimps weggeputzt ging es gut gelaunt mit zu viel Gepäck und Paar Dosen Bier auf den Berg mit Leuchtturm.

Es war ein sensationeller Blick aufs offene Meer. In der tollen Abendstimmung legte ich mir etwas Musik auf die Ohren und las weiter in meinem Buch welches von deutschen U-Booten handelt bis es dämmerte. Das ist zweideutig zu verstehen. Die Sonne war weg und ich machte mir Sorgen wo ich in dem hohen Gras bei allerlei Getier sicher schlafen soll. Später war ich noch im größten Zoo Lateinamerikas, die giftigsten Schlangen sind die kleinsten.

Ohne dieses Wissen, entschied ich zum Strand zu gehen, der ist sicher, bestimmt weicher Sand wie an der Ostsee. Denkste, Fehlanzeige!

Der Sand war knochenhart, wie ein Parkdeck. Das war mir dann egal, die eine Nacht wird es schon gehen. So stopfte ich alle wichtigen Papiere, Handy usw. in den Schlafsack, falls mir einer den Rucksack unterm kopf klaut. Man weiß ja nie. Und genau so war es. Mann bekam Besuch. Auf einmal kamen Paar Hunde und schnüffelten mir im Gesicht rum, lecker schmatz. Wie sagt man auf Portugiesisch einem Hund, dass er abhauen soll. Kopf einziehe muss reichen.

Das blöde ist, man weiß nicht, wann die weg sind. Die waren dann doch weg, da kamen Mitternacht plötzlich 2 Schwule mit Heißhunger, die erschraken als sie mich fanden und gingen an mir vorüber. Hui, ganz schön was los hier. Ich schlief dann irgendwie ein, wurde 4 Uhr morgens mit einem Blitzregenguss geweckt. Er erinnerte mit an die Armee, raus aus der Falle und rein in die Socken, paletti. Alle 7 Sachen blitzschnell in den Rucksack, damit nicht absäuft. Kleiderordnung: Basecap, Goretexjacke, T-Shirt, Shorts und Schuhe. So kann man Ostersonntag schon mal rumrennen. 

OK, Morgenwäsche erledigt, Hunger , mal schaun, was im Dorf schon so gibt. Da war alles tot, nix los, alles noch im Dornröschenschlaf.

Das bedeutet hungrig marsch, marsch einmal um die Ficht, äh um die Insel. An Hand von Kartenmaterial hoffte ich die Runde an einem Tag zu schaffen, sicher war ich mir aber nicht.

 

Die Tour startet mit großzügigen breiten Sandstrand. Ich lief nahe dem Wasser, weil dort der Sand etwas verdichtet ist. Wenn das so bleibt, wo ist das Problem?

 

Je weiter ich mich vom Hafendorf entfernte, um so hässlicher wurde der Strand. Statt vom Menschen zerwühlter Sand wurde mir ein von 5 cm stinkenden Morast überzogener Strand geboten, der schon unter den Füßen knirschte. Das ganze entwickelte sich zunehmend zu einer Müllhalde, ohne Ende fand ich einzelne, Flaschen, Netze, Seilstücke, Krabben, tote Fische usw. Über mir kreisten große schwarze Vögel.

Ich gewöhnte mich daran, stapfte mit meinen schwere Gepäck Kilometer für Kilometer durch die Wohnung von Schalentieren und was weiss ich noch.

Auf einmal stoppte ich, aus den Wald kam Flüssigkeit die wie Blut aussah. Das sah echt komisch aus, wie wenn man im Wald ein Schwein geschlachtet hat, so rot war das Wasser. OK, nicht anfassen und drüberhopsen. Das war aber nur Eisenhaltiges Wasser, erfuhr ich später. Die Bäche wurde immer breiter und für mir mehr und mehr zum Problem, weil ich nicht mehr drüber kam. Für die Problemlösung setzte ich Ruchsackkugelstoßtechnik und Weitsprungtechnik ein, was ganz gut funktionierte, naja, bis auf einmal.

 

Das Wasser sah richtig eklig aus, keine Ahnung wie tief das war und was da drin schwimmt.

Nach 10 Bächen hatte ich es geschaft und stapfte bereits 20 min in der Mittagssonne und 40°C im Morast herum. Knirsch, schmaz, ..Stop: wo ist mein T-Shirt, das brauche ich dringend wieder. Kurz überlegt, was war passiert. OK, T-Shirt war zum trocknen auf den Rucksack, dann bist du über den Bach gesprungen, dabei muss in den Bach gefallen sein und schwimmt jetzt im Atlantik. Dann Komando zurück, Rucksack abgelegt und im Dauerlauf zum letzten Bach, dann runter ans Meer, 100 Punkte. Da wog es sich in den stinkenden Morastbraunen Wellen, und hatte für die nächsten Jahre eine einzigartigen Geruch angenommen. Die Welt war wieder in Ordnung und ich lief zu Rucksack zurück. Wasn nu los. Warum liegt der Rucksack jetzt zur hälfte im Wasser, von 30 min war da noch nix. Aha, hier muss es Ebbe und Flut geben. Ich hoffe es bleibt bei de Paar cm. Ich hätte nicht mal flüchten können, hinterm Strand war dichter Wald mit vielen schönen Mücken usw, wo keiner durchkommt. Über mir waren immer noch die großen schwarzen Vögel.

 

Nix passiert, es geht weiter. Ich muss doch bald mal um die Insel rum sein. Denkste.

 

Ich lief im Moarst weiter, da war plötzlich Schicht im Schacht. Der Strand ist weg, ich seh nur noch Wasser, wasser und aus dem Wasser wachsendene schilfartige Spieser. Der nächste Strand war nicht zu sehen. Nur schmutziges Wasser. Ich testet an, was da im Wasser ist, wie weit ich komme. Langsam ging ich ohne Rucksack bis knietief in das Wasser, da versank ich ohne Vorankündigung bis zur Hüfte im Schlamm, das war eklig, ich hatte keine Schuhe an. Ich fühlte einiges, sah es zum Glück nicht. Ich führte noch einen 2ten Test mit Schuhen durch, gleiches Ergebnis. Mir war klar, Rückzug, Ausweichen geht nicht, Ende im Gelände. Das wird mir mir mit 20 kg Gepäck zu fett.

 

Meine Entscheidung war klar, das hörte ich plötzlich stimmen. Ich traute meinen Augen nicht, da kommen 3 Schweizer in Badehose, Schlappen und alten Mountinbikes angedüst. Grizi. Die hatte die selbe dämliche Idee. Insel ist rund. Ohne große Unterbrechnung grad ins Wasser, Paar Meter gehen im Schlamm einsinken, jedoch wurde es nicht tiefer, die waren bis zu Brut im Wasser. Das gab mir Mut, ich muss der 200 m langen Spur hinterher. Klamotten aus, Schuhe an, Rucksack übern Kopf, Zähne zusammen beißen und los, und da versank ich schon im schlamm, durch mein Zusatzgewicht, ging es noch tiefer in den Schlamm, das Wasser ging mir bis zur Schulter, dann ging durch die spitzen Spießer wieder leicht bergauf und es ist nichts passiert. Hui, das war heikel. Ich wadete rund 1 h nur noch durch über Wurzeln im Wasser, weil das Wasser bereits bis in den Wald vorgetrungen war. Bis ich wieder einen schönen Strand erreichte. Da lag ein alter Baum. Ich wusch meine Klamotten, und breitete diese zum trocknen aus. Ich fühlte mit geborgen und sicher. Jetzt haben wirs bestimmt bald.

Nach einer Stunde Pause ging es weiter. Es kamen immer wieder diese roten Bäche. Auf einmal kam Steilküste und das Wasser krachte immer gegen die Felsenwand. Mhh, wie soll ich denn das lang kommen. Jedoch hatte ich Glück, Es war wie einer Terasse und das Wasser nur 30 cm tief.

 

Am späten Nachmittag erreichte in das Hafendorf wieder. Ich hatte Kohldampf, Essen, Cola, bier, alles auf einmal und möglichst viel. Ich besuchte des ersten Restaurant, welches mir über den Weg kam,. Der Laden war offen, jedoch wurde ich nicht bedient, gleiches Spiel in der nächsten Kneipe. Offensichtlich muss ich so gestunken haben, dass mich keiner bedienen wollte. So blieb ich hungrig und begann mich zu verfluchen. Als nächstes hätte ich die Fähre nehmen können und wäre in 10 min an meiner Unterkunft gewesen. Aber nein, -Du Arsch, dafür läufst jetzt übern Berg, 5 km noch. Wenn dann richtig.

 

Quer durch den Basilianischen Wald runter in die bucht und hinten wieder auf den Berg und wieder runter. Ganz einfach. Theoretisch.

 

In der Bucht angekommen,  fand ich ein Wegstück vor, welches 1 min trocken war und dann 2 m unter Wasser stand, das immer hin und her. Volle Kanne Wellenaktion. Dahinter war Steilküste. Es gab nur den Weg da durch. Durchrennen wäre nicht gegangen, dafür hätte die Zeit nicht gereicht und ich wäre mit den Wellen auf offene Meer in den Atlantik gespült worden. Aber es gab einen Lösungsansatz. Auf dem Weg legen 3 bis 4 m hohe Sandsteinblöcke, die zwar rundgelutscht waren, jedoch Möglichkeiten boten auf diese zu klettern wir bei Mario Brothers. So checkte ich jeden Block wie man schnellstens hoch kommt. Ok erster Block, Oben – da kam die Monsterwelle, krach und weg. Nächsten Block checken, wie geht hoch. Da war schon die nächste Welle da. Welle weg, schnell runter und auf den nächsten nassen Sandsteinblock mit 20 kg Rucksack. Das ganze noch 3x, dann habe ich es geschafft. So war es, ich habe alles ohne Verluste überstanden, lief den Berg hoch und wieder runter. Ich näherte mich meiner Finka mit Hängematte am Strand. Dort angekommen, erwartete man mich bereits. Nach dem ich mich kultivieren konnte gelang mir auch die Nahrungssuche. Ich muss an dem Abend wohl ganz schön betrunken gewesen sein, da an dieser Stelle der Film zu Ende ist.

 

Uwe Hentzschel - 2016